Projekt

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Das Projekt

Im Forschungsprojekt AIDA untersucht IPRI in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Produktentwicklung, Prof. Lindemann, der Technischen Universität München Möglichkeiten zur Quantifizierung indirekter Änderungskosten am Beispiel der Antriebstechnik.

Wesentlicher Wettbewerbsvorteil der deutschen Antriebstechnik ist die Entwicklung kunden-spezifischer Lösungen. Dies erfordert eine kontinuierliche Abstimmung mit den Kunden im Rahmen des Entwicklungsprozesses. Folge dieser Abstimmung ist, dass die Unternehmen regelmäßig mit kundeninduzierten Änderungswünschen konfrontiert sind. Eine Realisierung dieser Änderungswünsche verursacht Änderungskosten, die es zu quantifizieren gilt. Eine Quantifizierung direkter Änderungskosten (bspw. Materialeinsatz) stellt für die Unternehmen i.d.R. kein Problem dar. Die indirekten Änderungskosten (bspw. Änderungen von Produktionsprozessen) können hingegen häufig nicht bzw. nicht effizient quantifiziert werden. Den Ausgangspunkt des Forschungsprojekts bildet daher die Frage, wie Unternehmen aufwandsarm indirekte Änderungskosten quantifizieren können. Potenzial für eine aufwandsarme Quantifizierung indirekter Änderungskosten bietet der Einsatz von Heuristiken. Heuristiken sind Faustregeln im Sinne von einfachen Entscheidungsregeln. Diese sind besonders geeignet um Entscheidungen schneller, einfacher und aufwandsärmer als mit komplexen Methoden zu treffen. Durch Anwendung von Heuristiken kann mit begrenztem Aufwand eine zufriedenstellende Lösung erzielt werden. Dies ist vor allem für KMU vorteilhaft, welche über wesentlich weniger Ressourcen wie Personalkapazität oder etablierte Methoden verfügen als Großunternehmen. Ziel des Forschungsprojekts AIDA ist die Entwicklung geeigneter Heuristiken zur Quantifizierung indirekter Änderungskosten. Die zu entwickelnden Heuristiken sollen indirekte Änderungskosten unterschiedlicher Änderungstypen transparent machen. Damit werden Unternehmen befähigt schnell und aufwandsarm die indirekten Kosten von Produktänderungen einschätzen zu können. Diese Kostenquantifizierung dient Unternehmen als Grundlage für die Entscheidungen

  • über die Durchführung der Produktänderung (wird geändert?),
  • die Gestaltung der Produktänderung (wann wird in welcher Form geändert?)
  • die Behandlung der änderungsbedingten Kosten (Alternativen sind: Weitergabe an Kunden durch Aufnahme in die Kalkulation/ teilweise Weitergabe/ keine Weitergabe).

Der zentrale Nutzen für die Unternehmen besteht in der Schaffung von Transparenz über verursachte indirekte Änderungskosten sowie in der Möglichkeit zur Entscheidung über die Änderungsdurchführung, die Gestaltung der Produktänderung sowie die Kostenweitergabe an die beauftragenden Unternehmen (Kunden).

Projektvorgehen und geplante Ergebnisse

aida bild

Förderhinweis

Das IGF-Vorhaben 18492 N der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. - FKM, Lyoner Straße 18, 60528 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.